Freiwillige Feuerwehr Frankenberg/Sa.
Freiwillige Feuerwehr
Frankenberg/Sa.
28.11.2019 - Gefahren im Winter

So oft wie sich der Winter auch mit seiner schönsten Seite zeigt, bringt er jedoch viele Gefahren mit sich. Das Gefahrenpotential steigt im Winter auf einen höheren Wert, als in den anderen Jahreszeiten. Schon wenn Sie am Morgen Ihr Haus verlassen, könnten Sie auf den ersten paar Metern wegen Glatteis ausrutschen und schwere Frakturen könnten die Folge sein. Um so etwas zu vermeiden und damit Sie sicher auf Arbeit, in den Urlaub oder allgemein durch den Alltag kommen, beachten Sie bitte folgende Grundsätze:

 

Glatteis

Sobald die Temperaturen fallen, kann es, vor allem am frühen Morgen, zu Glatteis auf den Straßen kommen. Hierdurch verlieren Sie mit dem Auto die Bodenhaftung und können schnell die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren. Fahren Sie deshalb im Winter vorsichtig und planen Sie für Ihre Fahrwege mehr Zeit ein, so dass Sie nicht unter Zeitnot geraten. Besonders vorsichtig sollten Sie auf Wald- und Forstwegen und auf Brücken sein, hier bildet sich am schnellsten Glatteis.

Tipps für eine sichere Autofahrt:

  • Ist die Fahrbahn rutschig, im 2. Gang anfahren um das Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Grundsätzlich sollte mit möglichst hohem Gang gefahren und bei Automatikfahrzeugen kein "Kick-down" betätigt werden.
  • Behutsam Gas geben und Gas wegnehmen. Plötzliches Gas geben oder wegnehmen kann zum Ausbrechen und Rutschen des Wagens führen.
  • Kommt das Fahrzeug ins Schleudern, auskuppeln und schnell, aber gefühlvoll gegensteuern. Auf keinen Fall ruckartig lenken.
  • Wer in einem Fahrzeug mit ABS auf einer Geraden bremst, sollte mit maximaler Kraft das Pedal treten, nur dann entfaltet das System seine Wirkung und bleibt in der Regel ausreichend spurstabil sowie lenkbar. Autofahrer sollten sich von einem "Rattern" am Bremspedal nicht irritieren lassen. Auf Schnee kann der Bremsweg trotz ABS länger sein.
  • Streusalz kann sich zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag ablagern und die Bremswirkung verringern. Um es zu lösen, auf gestreuten Straßen bei Gelegenheit immer wieder leicht anbremsen.

 

Gefrorene Eisflächen:

Ein sehr beliebtes Ziel sind im Winter große Eisflächen, zum Schlittschuhlaufen oder sonstige Aktivitäten. Jedoch sollte jedem klar sein, dass dies ebenfalls gefährlich sein kann. Auch wenn eine Eisfläche am Rand stabil ist und einen Menschen trägt, kann sie ein paar Meter weiter instabil sein und beim Betreten zusammen brechen. Wir empfehlen daher, dass Betreten von Eisflächen zu vermeiden. Nutzen Sie zum Schlittschuhfahren am besten eine Eishalle in Ihrer Nähe.

Was tun, wenn Sie selbst eingebrochen sind?

  • Sollten Sie merken, dass die Eisdecke Geräusche von sich gibt, dann legen Sie sich flach auf den Bauch, damit sich Ihr Körpergewicht gleichmäßig verteilt und rufen Sie um Hilfe.
  • Wenn Sie trotzdem eingebrochen sind, sollten Sie versuchen, sich am Eis festzuhalten oder sich darauf zu ziehen.
  • Versuchen Sie sich in Bauchlage auf die feste Eisschicht zu schieben. Die Selbstbefreiung gegebenenfalls durch abdrücken der gegenüberliegenden Eiskante mit den Füßen unterstützen.
  • Wenn das Eis weiter brechen sollte, so versuchen Sie sich mit den Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei zu schlagen.
  • Körperbewegungen auf das nötigste begrenzen, da der Körper bei Bewegung schneller auskühlt.
  • Machen Sie sich während der ganzen Zeit durch laute Hilferufe bemerkbar.

 

Was tun, wenn jemand anderes eingebrochen ist?

  • Setzen Sie sofort mit der 112 einen Notruf ab.
  • Sprechen Sie dem Verunfallten Mut zu und geben Sie Verhaltensanweisungen.
  • Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr: Eigensicherung beachten! Nutzen Sie dafür Leinen, Schwimmwesten, Rettungsringe oder ähnliches.
  • Wenn Sie sich zum Helfen auf die Eisfläche begeben, sollten Sie dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun usw.) verwenden, um Ihr Körpergewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel können Sie der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Wagen Sie sich jedoch nicht zu weit hinaus!
  • Reichen Sie dem Verunfallten nie die Hand, es besteht die Gefahr, dass Sie selbst ins Wasser gezogen werden.
  • Hüllen Sie gerettete Personen in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken ein und wärmen Sie die Person vorsichtig.
  • Geben Sie unterkühlten Personen keinen Alkohol, reichen Sie wenn möglich stattdessen warmen Tee.

 

Eiszapfen

Nicht nur Schneelawinen können von Dächern fallen, es besteht auch die Gefahr, dass sich große Eiszapfen, welche sich an Hausdächern bzw. an der Dachrinne gebildet haben können, lösen und so eine Gefahr für Passanten darstellen. Sollten Sie bemerken, dass sich an Dächern große Eiszapfen befinden, so machen Sie bitte den Eigentümer darauf aufmerksam oder alarmieren Sie im Notfall die Feuerwehr unter der 112.

 

Haben Sie schon Ihre Winterreifen aufgezogen und haben diese noch eine Profiltiefe von über 1,6 mm ???
Wenn nicht... dann lassen Sie jetzt alles stehen und liegen und kümmern Sie sich bitte darum!!!

 

Die Freiwillige Feuerwehr Frankenberg/Sa. wünscht Ihnen eine schöne und gefahrlose Winterzeit.

 

 

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