Freiwillige Feuerwehr Frankenberg/Sa.
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Frankenberg/Sa.
27.01.2020 - Können Schwäne auf dem Eis einfrieren?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Wasservögel in hiesigen Breiten überwintern. Auch Zugvögel bleiben oft so lange wie sie Futter finden. Die Wasservögel suchen sich die letzten nicht zugefrorenen Stellen im See.

Wenn die Seen dann aber zufrieren, häufen sich die Anrufe, dass Tiere in Not sind und dass z. B. ein Schwan im Eis festgefroren ist.

Doch Experten von Aktion Tier geben Entwarnung: In der Regel frieren Wasservögel nicht fest. Sie sitzen bewegungslos auf dem Eis um Energie zu sparen. Allerdings gibt es Fälle bei extrem kalten Wintern, in denen Wasservögel mit dem Gefieder auf dem Eis oder mit den Schwimmflossen im eisigen Wasser fest oder einfrieren. Als extrem gelten dauerhafte Temperaturen unter -10 Grad Celsius über mehr als 7 Tage hinweg.

Was sollte man also tun?

"Am besten lässt man die Tiere einfach in Ruhe. Denn auch das Nachsehen und letztendlich Aufscheuchen schadet nur, da die Tiere durch die Flucht wertvolle Energiereserven aufbrauchen, die sie in der kalten Jahreszeit unter Umständen nicht wieder auffüllen können", so die Experten von Aktion Tier.

Ist man sich dennoch nicht sicher, ob es dem Schwan dort auf dem Eis wirklich gut geht, kann man es zunächst einfach mit Füttern versuchen, dass hilft in den meisten Fällen. Bewegt sich das Tier dann immer noch nicht, gilt auf alle Fälle: Betreten Sie nicht das Eis, denn dann könnte es tatsächlich zu einem Notfall werden! Im Zweifel: immer die 112 anrufen!!!

Team Öffentlichkeitsarbeit

 

Nice to know: Die Natur hat vorgesorgt

Der Körper von Vögeln ist durch ihr Federkleid warm und geschützt. Ihre Füße sind allerdings kalt - doch das ist gut so!

Ein spezielles Geflecht aus Arterien und Venen, das sogenannte "Wundernetz" (Rete mirabile) zieht sich durch die Vogelbeine. Damit wird die Wärme aus dem arteriellen Blut schneller an das zum Herzen zurückfließende venöse Blut abgegeben. In den Füßen von Wasservögeln fließt so nur abgekühltes Blut.

Das hat außerdem den Vorteil, dass die Vögel mit ihren "kalten" Füßen auf dem Eis nicht festfrieren können. Festfrieren kann man nur, wenn eine warme Sohle (zum Beispiel ein Menschenfuß) die Eisfläche antaut. Das Schmelzwasser kühlt an der Luft schnell wieder ab und der warme Fuß friert an.

 

 

 

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